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Charttechnik - Die »Technische Analse« für Otto Normalaktionär

4 Werkzeuge, um den Trend vorherzusagen

   Umfang: Die Download-Version der Leseprobe enthält das Inhaltsverzeichnis, das Vorwort und Kapitel 1!

   WICHTIG: Auf dieser Seite habe ich nur das Vorwort veröffentlicht! Die Formatierung entspricht nicht der Formatierung im Ratgeber!

   Links: Download-Link zur Leseprobe - Link zur Vorstellung des Buches

"Kein Verkäufer kann im Zeitpunkt des Verkaufs jemals sicher sein, dass er zum endgültigen Höhepunkt verkauft hat. Keine Regeln oder Methoden sind jemals gefunden worden - und werden auch nie gefunden werden, - um sicherzustellen, dass man innerhalb von Kursbruchteilen am Boden kauft oder am Gipfel verkauft."

"Natürlich brachte es irgend jemand fertig, seine Aktien genau auf dem letzten achtel Punkt des Gipfels des "Kopfes" zu verkaufen (und irgendein armer Teufel kaufte sie dort). Der Verkäufer in diesem Falle hatte schlicht und einfach Glück!"


Vorwort zur 1. Auflage

Meine Geschichte

   Nach Misserfolgen mit Fonds und Aktien habe ich vor vielen Jahren damit begonnen, mich mit dem Thema Börse auseinanderzusetzen. Ich wollte mich einfach nicht mehr damit zufrieden geben, von anderen beraten zu werden. Mein neues Ziel war es, Aktien aufgrund einer eigenen Entscheidung zu kaufen. Ich ging dabei sogar so weit, dass ich lieber eine eigene falsche Entscheidung treffen wollte, als weiterhin auf irgendwelche Tipps und fachmännische Beratungen zu hören.

   Mein Vorhaben hat sich ausgezahlt. Nach und nach lernte ich sicherer auf dem a...glatten Börsenparkett zu tanzen. Jeden noch so kleinen Lernerfolg hielt ich schriftlich fest. Am Anfang waren dies meine Gehhilfen im Börsenalltag. Ich konnte immer wieder nachschlagen, was, wie, wann zu tun ist und was ich gefälligst lassen sollte.

   Dadurch arbeitete ich gleichzeitig, ohne mir dessen sofort bewusst zu sein, an einer Aktien-Anlage-Strategie. Diese wurde anfänglich innerhalb eines Musterdepots verwirklicht. Aber nicht nur das: Sie wurde gleichzeitig immer wieder optimiert, überprüft und erweitert.

   Meine Begeisterung bei der ganzen Sache wuchs. Ohne es zu merken, hatte ich ein neues Hobby gefunden. Vielleicht war es auch das Blut meines Vaters, der ein Banker war, das plötzlich durch meine Adern schoss.

   So begann ich, meinen Werdegang niederzuschreiben. Von der einfachsten Frage, die mich ganz am Anfang aus der Fassung brachte, bis hin zu schwierigen Hürden notierte ich alles und brachte es in eine logische Reihenfolge. Da hinein flocht ich zusätzlich meine Lernerfolge, sozusagen das Wissen, das man sich bei Börsengeschäften unbedingt aneignen sollte. Die dritte Komponente war die Strategie, die sich als bewährt erwies.

   So entstand mein Buch "Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener", das zu einem kleinen Erfolg wurde. Es ist ganz offensichtlich, dass auch andere Einsteiger von denselben Fragen umgetrieben werden. In diesem Buch finden sie Hilfe - es ebnet Ihnen den Weg an die Börse.

   Warum erzähle ich Ihnen das alles? Nun, aus zwei Gründen:

Die Charttechnik

   Vielleicht lag es an einem meiner vielen Berufe, dass ich plötzlich der »Technischen Analyse = Charttechnik« verfiel. Als Fertigungstechniker hatte ich früher viele Stunden am Reißbrett verbracht. Nun zog es mich wieder zu den Linien zurück. Es faszinierte mich, dass es Menschen geben soll, die aus Linien, Balken oder Kerzen die Zukunft von Aktienkursen lesen können.

   Bei meinen ersten Annäherungsversuchen schoss mir aber ein ganz anderer Gedanke durch den Kopf. Ich fragte mich, ob denn diese Art Analyse nicht mit dem Lesen aus Handlinien gleichzusetzen ist? Glücklicher-weise wurde ich bald eines Besseren belehrt!

Die (Un-) Einigkeit der Analysten

   OK! Ich habe Sätze gelesen wie:

   Diese Aussagen haben mich nicht weiter beunruhigt. "Alles Quatsch!" ist mir zu leicht dahergesagt. Mit Vorsicht genieße ich alles. Das Wörtchen "glaube" heißt nur im Volksmund "nicht wissen", in Wahrheit beinhaltet dieses Worte aber eine "feste Überzeugung von Tatsachen" und es liegt in der Natur der Börse, dass sich so genannte Prophezeiungen tatsächlich selbst erfüllen. Warum machen wir also nicht regen Gebrauch davon - natürlich zu unserem eigenen Vorteil?!

   Aber es gibt auch andere Stimmen, die mich etwas mehr berühren. Dann nämlich, wenn Fachleute - Anhänger der »Fundamentalen Analyse« - die Chartanalyse in Grund und Boden stampfen oder ins Lächerliche ziehen. Da hört sich die Kritik dann in etwa so an:

"Chartanalysten werden nur dann reich,
wenn sie ihre Analysen gut verkaufen!"

   Das trifft auch mich, denn ich habe ja dieses Buch zum Thema Chartanalyse geschrieben. Anders ausgedrückt: Mit der Anwendung der Chartanalyse werde ich bestimmt nicht reich - allenfalls mit dem Verkauf dieses Buches, wenn es sich gut vermarkten lässt. Nun ja, mir sind Gewinne aus beiden Richtungen lieber!

   Oft wird zum Vorwurf gemacht:

"Auf gar keinen Fall kann man
aus der Vergangenheit die Zukunft lesen!"

   Chartanalysen gehören aber zu den »Induktiven Statistiken« - also zu den mathematischen Statistiken, die im Gegensatz zu den beschreibenden (deskriptiven) Statistiken sehr wohl eine zukünftige Prognose zulassen.

   Halt - Stopp! Sie dürfen nun nicht den Eindruck gewinnen, dass ich ein Charttechniker bin, der die anderen zu überzeugen sucht. Nein - auf gar keinen Fall. Wie heißt es so schön? "Jeder sei seiner Meinung gewiss!"

   Ich möchte mich weder auf die Charttechnik noch auf die Fundamentalanalyse festlegen. Mich begeistern beide Methoden. Und mit dieser Begeisterung stehe ich nicht alleine da.

Warum wende ich die »Charttechnik« an?

   Tja - warum? Wer mein erstes Aktienbuch kennt, der weiß, dass ich ein Anhänger der »Buy-and-Hold-Strategie « bin. Richtig angewandt, lassen sich mit ihr relativ risikoarm satte Gewinne erzielen. Für mich habe ich diese Strategie in drei Kategorien unterteilt:

   Damit Sie verstehen, was genau ich meine, möchte ich Ihnen diese drei Strategien etwas näher erläutern.

Die »Extreme Buy-and-Hold-Strategie«

   Es gibt Aktionäre, die haben irgendwann einmal ein Depot eröffnet und es mit einigen Aktien gefüllt. Das war's! Es soll sogar vorkommen, dass solche Leute nach einigen Jahrzehnten so quasi mit der Nase drauf gestoßen werden, dass sie ja auch Aktien haben.

   Die Geschichten, die man so hört, besagen, dass bei dieser Entdeckung große Freude herrscht. Unglaublich, was in dieser Zeit an Wertzuwachs zusammengekommen ist.

   Diese Strategie ist in meinen Augen sehr extrem. Nur um ein Beispiel zu nennen: Stellen Sie sich einmal vor, dass diese Person 1.000 Aktien zum Preis von 10 € gekauft hatte. Diese Wertpapiere stiegen in einem Zeitraum von 6 Jahren auf 30 €. Dann kam eine vierjährige Flaute, in der sie auf 24 € abfielen. Aber danach ging es wieder für 8 Jahre aufwärts bis zu einem Kurs von 100 €. Ein Crash ließ den Kurs abstürzen. Zwei Jahre später dümpelte er immer noch bei 60 €. Und plötzlich legten diese Aktien wieder zu - innerhalb von weiteren vier Jahren (bis zur Entdeckung des Depots und der daraufhin erfolgten Realisierung des Gewinnes) auf 120 €.

   Vor 24 Jahren hatte der gute Mensch 10.000 € investiert und nun waren es sage und schreibe 120.000 €. Er hatte einfach nur die extreme Form der Buy-and-Hold-Strategie angewandt und sage und schreibe 110.000 € Gewinn gemacht!

   Hätte er diese 10.000 € mit 3 % angelegt, so wären es nach 24 Jahren nur ca. 20.330 €. Bei diesem Unterschied kann man doch nur begeistert sein.

Die »Gemäßigte Buy-and-Hold-Strategie«

   Ja, das war ein schöner Gewinn - ABER!

   Lassen Sie uns die Beispielzahlen nochmals durchgehen und den Gewinn nach der von mir so genannten »Gemäßigten Buy-and-Hold-Strategie« berechnen:

   Gewinn nach 24 Jahren = 239.600 €

   Selbstverständlich ist dieses Ergebnis schöngerechnet. Ich will ja nur aufzeigen, wie anders das Ergebnis mit wenig Aufwand hätte aussehen können. Hätte man in den schlechten Phasen verkauft und wäre wieder einigermaßen rechtzeitig eingestiegen, so könnte man noch eine viel größere Begeisterung entwickeln.

   Und davon soll es etwa noch eine Steigerung geben? Ganz genau! Sehen Sie selbst:

Die »Gewinnoptimierte Buy-and-Hold-Strategie« oder die »Zyklische Buy-and-Hold-Strategie«

   Unfassbar - oder? Es kann doch eigentlich nicht sein, dass aus dieser Anlage noch mehr herauszuholen wäre. Ob Sie's glauben oder nicht - es ist möglich!

   Nehmen wir die ersten sechs Jahre unseres Beispiels. In diesen Jahren stieg der Kurs von 10 auf 30 €. Aber wie? Etwa so?

Aktienkurslinie 1

   Nein, ganz bestimmt nicht. Einfach dargestellt steigen Kurse in bestimmten Zyklen - manchmal so:

Aktienkurslinie 2

   Und nun stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten bei der ersten Spitze verkauft, beim ersten Tal wieder gekauft, beim zweiten Gipfel verkauft und beim zweiten Tal wieder gekauft, ...

   Können Sie sich vorstellen, welch weiteres Gewinnpotenzial in solch zyklischem Investieren liegt?

   Gut - ich habe Sie nun ziemlich heiß gemacht. Deshalb möchte ich Sie gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Ganz so einfach ist das nämlich nicht. So mancher zyklische Ausstieg kann nämlich auch zu einem teureren Einstieg führen.

   Aber mittels der Charttechnik können Sie gewinnbringende Ein- und Ausstiege realisieren. Dieses Buch soll Ihnen dabei helfen. Auch als Anfänger können Sie eine dieser Strategien erlernen und Gewinn daraus schlagen!

Zum Buch

   Die Technische Analyse oder Charttechnik ist ein weites Feld. Man kann zu diesem Thema dicke Wälzer veröffentlichen - sich kurz zu fassen ist kaum möglich.

   Der vor Ihnen liegende Ratgeber erhebt nicht den Anspruch, allumfassendes Wissen zu vermitteln. Im Gegenteil - mit ihm sollen in aller Kürze jedem Laien grundlegende Kenntnisse und damit ein Einstieg in die Charttechnik gewährt werden. Darauf aufzubauen wird nicht schwierig sein.

   Das Werk beinhaltet drei Teile.

   Bei der Behandlung verschiedener Themen stellte ich mir in der Vorbereitung immer wieder die Frage, wie tief ich in die Materie eintauchen sollte. Ich wollte zum Beispiel nicht nur an der Oberfläche der Indikatoren kratzen, sondern auch "festere Speise" verständlich darbieten. Dabei musste ich immer wieder den goldenen Mittelweg finden.

   So ziemlich jeden Indikator könnte man auch anders anwenden und ihm damit zusätzliche Informationen entlocken. Aber ist es nicht gerade das, was Anfänger zur Aufgabe bringt, wenn noch dies und das und jenes betrachtet werden sollte?

   Mir liegt am Herzen, dass Sie nicht "überfüttert" werden. Das Buch soll vermitteln, dass JEDER die Charttechnik in ihren Grundzügen anwenden kann. Die schnellen Hilfen aus dem Internet - vielleicht sollte man sie auch "Abkürzungen" nennen - leisten hier einen wertvollen Beitrag.

   Damit die Chart-Grafiken übersichtlich bleiben, habe ich generell den Linienchart gewählt. Ein Klick und Sie haben auf Ihrem Bildschirm den OHLC-Chart (keine Sorge, ich erkläre Ihnen noch, was das ist!). Heutzutage ist das alles kein Problem mehr!

   Während der Lektüre dieses Werkes wird Ihnen auffallen, dass ich im Grunde genommen nur mit Aktien im lang- und mittelfristigen Aufwärtstrend spekuliere. Mag sein, dass ich da etwas festgefahren bin - für Sie als Anfänger wird eine solche Vorgehensweise aber mit Sicherheit der geeignete Einstieg sein!

   Und noch eine kleine Bemerkung. Beim Schreiben des Buches habe ich meine Begrifflichkeiten gesteigert. Damit will ich sagen, dass Sie im Verlauf des Buches ganz unbemerkt immer mehr Fachbegriffe lernen werden.

Ein Wort zur Formatierung dieses Ratgebers

Sie haben es sicherlich schon bei diesem Vorwort wahrgenommen: Die Randbemerkungen werden bei mir auch auf der linken Seite rechts abgedruckt. Das ist meine persönliche Note, die auf meine Erfahrung gründet.

   Ich habe nämlich festgestellt, dass ich bei anderen Büchern mit Anmerkungen immer nur die der rechten Seite lese. Die der linken Seite kosten mich zu viel Anstrengung. Meine Augen sind auf Anmerkungen rechts vom eigentlichen Text fixiert, alles andere kostet mich zu viel Überwindung! Geht es Ihnen da genauso?

   Viel Erfolg
   Ihr
   Wolfgang Molzahn


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